Lebenswelten neu interpretiert

Raumspychologie

„Eine schöne Einrichtung fördert das individuelle Wohlbefinden.“ – Dieser Ausspruch ist nicht neu; schon längst haben Unternehmen und Großkonzerne entdeckt, dass eine freundlich gestaltete Umgebung die Kreativität und Produktivität ihrer Mitarbeiter steigert, das Kaufverhalten von Kunden positiv beeinflusst und selbstverständlich auch eine repräsentative Funktion hat.

Tatsächlich bewegt Raumpsychologie noch so viel mehr: Sie beschäftigt sich mit der elementaren Frage, wie das Innere von Gebäuden unsere Psyche, unsere Gefühlswelt und unser Denken prägt und wie diese Erkenntnis genutzt werden kann, um nachhaltig unsere Wohn- und Lebensqualität zu verbessern.

Wohlfühloasen schaffen: Was sagt meine Einrichtung über mich aus?

Bei der Einrichtung von Wohn- bzw. Arbeitsräumen gehen viele Menschen nach einem ganz bestimmten Schema vor. Einerseits achten sie streng auf Zweck und Funktionalität; andererseits ist es ihnen wichtig, ein stimmiges Gesamtbild zu erzeugen – zum Beispiel durch konkrete Einrichtungsstile, farblich aufeinander abgestimmtes Mobiliar usw. Natürlich sagt die Wahl der Einrichtung viel über den Bewohner aus; wie etwa, welche Farben er bevorzugt, ob er ein eher moderner Typ ist oder eine Schwäche für Antiquitäten hat.

Viel wichtiger ist jedoch, dass der bewohnte Raum Wohlbefinden hervorruft – und zwar nicht nur in der bewussten, sondern vor allem auch in der unbewussten Wahrnehmung. Es gilt, das Umfeld in unserem Sinne zu gestalten, da der Körper unmittelbar auf den Raum reagiert, in dem wir uns befinden. Das geschieht noch bevor sämtliche Eindrücke in unseren Köpfen angekommen sind und verarbeitet werden können. Wir können einen Raum also nur dann mögen, wenn wir uns körperlich darin wohlfühlen – diese Reaktionen sind spür- und messbar und können nicht durch unser Denken gesteuert werden.

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