Ich sehe was ...

Der Sehsinn

Das Auge ist täglich unser Zugang zur Welt und liefert uns vielfältige optische Einblicke und Impressionen, die es erlauben, uns in unserer Umgebung zurecht zu finden.

Rasend schnell prasseln etliche Informationen auf uns ein. Helligkeit, Formen Farben, Bewegungen liefern uns detailreiche Informationen, werden vom Auge in jeder Sekunde als Lichtsignale aufgenommen und von Milliarden Nervenzellen analysiert.

Das Gehirn verwandelt diese Lichtsignale in elektrische Impulse, die über Nervenbahnen zum Gehirn weitergeleitet werden und setzt sie zu einem Bild zusammen.

Rund 80 Prozent der Informationen die uns unsere Umwelt liefert nimmt der optische Kanal auf. Zahlreiche Inhalte , Botschaften und Assoziationen aus denen wir einen Gesamteindruck zusammensetzten, werden dann mit den Reizen andere Sinnesorgane verknüpft.

Dabei unterliegt der visuelle Sinn nur einer schwachen kognitiven Kontrolle, den unser Gehirn bildet nicht nur das Gesehene ab es  interpretiert, selektiert und verknüpft es mit visuellen Erfahrungen aus der Vergangenheit. 

Optische Reize können so als Schlüsselreize eingesetzt werden, um so zum Beispiel die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Punkt im Raum zu lenken und  gezielt  das Interesse zu wecken.

 

Visuelle Botschaften räumliche Anordnung von Objekten rufen immer Emotionen bei uns wach. Unser Gehirn analysiert das Gesehene und unterziehet es unbewusst einer emotionalen Prüfung. Wenn wir ein etwas über den visuellen Kanal wahrnehmen und ein bekanntes Muster erkennen, leitet unser Gehirn die Information zum lymbischen System, einem sehr alten Gehirnbereich, weiter. Man könnte diesen auch als direkten Pfad zu unseren Gefühlen bezeichnen.

Dort findet dann eine Art Abgleich statt, wir Prüfen ob das Gesehene irgendwelche bekannte Schemas enthält und suchen nach dem dazu abgespeicherten Gefühl. 

Ist das Bild mit Emotionen belegt, regt das lymbische System verstärkt Nervenzellen in der Sehrinde an, diese löst sofort einen elektrischen Appel aus und bringt so die visuelle Aufmerksamkeit auf Höchstleistung. 

Diese Emotionen entstehen in Millisekunden und steuern so unser Verhalten und Tun.
Betrachten unsere Augen ein Bild das mit emotionalen Inhalten verbunden ist, schenken wir ihm verstärkt  unsere Aufmerksamkeit.

Dieses Wissen kann man sich bei der Raumgestaltung zu nütze machen und gezielt mit Bildern, Farben und Formen aus der Natur arbeiten, die bei uns allen allen die Emotionen wecken und uns visuelle Genüsse bescheren.

  • suchen